Mein Weg zu WordPress

Seit mittlerweile über einem Jahren nehme ich mir vor, das, diesem Blog zu Grunde liegende System, zu wechseln. Von der BlogEngine.NET auf ein anderes. Zu Beginn meiner Blogger „Karriere“ hatte ich ein eigenes System am Laufen – das war 2003. Damals lief das noch unter Diary. Die Beiträge dazu liegen noch auf einer meiner Backup-Platten. Übernommen habe ich die Einträge nie.

So sah mein erstes Blog aus

Simple PHP Blog

Später kam der Umstieg auf andere Systeme. Im November 2005 wechselte ich auf das Simple PHP Blog. Dieses gibt es mittlerweile nur mehr in einer nicht mehr sehr vertrauenswürdigen Fassung. Da sind wohl die Werbenomaden eingefallen. Gewählt hatte ich es damals, da ich keinen Webspace inkl. Datenbank hatte und ich es mir ehrlich gesagt auch nicht leisten konnte und wollte. Also musste ein System her, welches alles in Dateien schreibt und trotzdem keinen so schlechten Eindruck macht. Services á la Blogger waren schon damals nicht so mein Ding und bekamen von mir keine nähere Chance.

Variante 2 meines Blogs

BlogEngine.NET

Beim Umtieg auf BlogEngine.NET musste ich dafür jede Menge Qualen erleiden, denn die Migration der Daten war quasi unmöglich. Deswegen führte ich auch mehr oder weniger einen Neustart durch. Die Beiträge gingen zwar der Internet-Welt verloren, ich habe sie jedoch noch und vielleicht küsst mich eines Tages die Muse …

Variante 3 meines Blogs

Die BlogEngine.NET hatte ich ursprünglich gewählt, da ich ja sehr stark im .NET-Umfeld tätig war (bin ich grundsätzlich immer noch, wobei die Bindung nicht mehr dieselbe ist) und so mein Blog einfach unter .NET laufen musste. Aus Prinzip. BlogEngine.NET war da sicherlich die beste verfügbare Lösung (und ist es wohl Heute immer noch) und zudem auch von vielen anderen im Einsatz. Im Laufe der Zeit hat sich für mich jedoch gezeigt, dass diese Lösung nicht das Ultimative ist und weit bessere Lösungen existieren. Die Nachteile – für mich – sind einfach aufgezählt:

  • Beiträge via Browser verfassen war unmöglich da keine Responsiveness gegeben war. Das war gerade auf mobilen Devices ein Ding der Unmöglichkeit. Daher hatte ich grundsätzlich nur mit Windows Live Writer geschrieben. Dieser existiert aber beispielsweise unter Linux nicht und mangels an dortigen Alternativen begann ich weniger zu schreiben.
  • Unterstützung für Markdown ist nicht gegeben und gerade Markdown hat es mir angetan.
  • Vieles wird nicht wie üblich gelöst, siehe beispielsweise BlogML.
  • Es fehlt ein wenig an der Community. Plugins sind veraltet, Themes lassen sich kaum bzw. nur schwer finden. Wenn man etwas möchte, muss man es selbst machen. Das ist manchmal ganz cool, auf Dauer aber etwas anstrengend.
  • Die Aktualisierung auf eine neue Version ist ein Horror.

Durch diese Gründe (und wohl auch noch weitere) wollte ich schon längst wieder zum nächsten System.

Ich muss einräumen, dass sich mit Version 2.9 sehr viel geändert hat. Besseres Aussehen, Unterstützung mobiler Devices. Zu diesem Zeitpunkt war es für mich schon zu spät, da ich die Migration quasi schon vollzogen hatte. Der Groschen war also gefallen.

Schwere Entscheidung für ein neues System

Um WordPress hatte ich immer irgendwie einen Bogen gemacht, dabei hatte ich WordPress vor Jahren bereits im Einsatz. Es war damals das Blog, das ich unter live.norberteder.com zum Thema Windows Live gemacht hatte. Eigentlich war ich ganz zufrieden damit, aber lange wollte ich diesem System keine wirkliche Chance geben. Nachdem ich devtyr.com recht fein mit Gullap bedienen kann, hatte ich recht lange in diese Richtung gedacht. Das dauert aber wohl noch etwas, bis ich mit Gullap das erreicht habe, was ich vor habe. Bis dahin hätte ich wohl die Lust am Bloggen mit dem aktuellen System bereits verloren.

Mitte Dezember 2013 hatte ich mich dann entschlossen, die Daten zu migrieren. Zu WordPress. Hierzu mussten einige recht wilde Skripts verwendet werden (Wer unterstützt denn schon BlogML?). Es ging jedoch recht gut. Mehr Sorgen hat mir das URL Rewriting gemacht, da BlogEngine.NET schon ein paar recht komische Eigenheiten bei der Generierung des Slugs hat. Im Endeffekt war mein Ziel in etwa 80% der Links zu erhalten. Das habe ich wohl geschafft und die häufigsten 404er stelle ich aktuell manuell um.

Mit WordPress bin ich nun absolut zufrieden. Aktualisierungen sind schnellstens erledigt, die Community ist riesig und die Oberfläche fühlt sich einfach wirklich gut an. Auch die Apps der mobilen Geräte sind soweit in Ordnung. Ich glaube vorerst am Ziel angekommen zu sein.

Veröffentlicht von Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.

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